Chronik

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Das Wappen von Haste zeigt das schwarze Reh und das Schaumburger Nesselblatt.
Der Haster Wald, bekannt durch die schwarzen Rehe, umschließt den Ort und verfügt über gut ausgebaute Reit- und Wanderwege. Durch den Haster Wald und seine zentrale Lage zum Deister, zum Steinhuder Meer zum Staatsbad Bad Nenndorf und zum Mittellandkanal erhält der Ort einen starken Naherholungswert.
Haste verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur und durch seine Anbindung an den Großraumverkehr über eine gute Verbindung zur Landeshauptstadt Hannover.
Auszug aus der Chronik von Haste

Haste liegt zwischen Deister und Mittelandkanal im Nordosten des Landkreises Schaumburg Man kann Haste als den jüngsten Ort in der Region bezeichnen. Die erste urkundliche Erwähnung finden wir im ev.luth. Kirchenbuch von Hohnhorst aus dem Jahr 1612. Damals wird die Ansiedlung noch "op de Hast" genannt und gehört zum Kirchspiel Hohnhorst. Eine erste recht genaue Beschreibung des Dorfes, besonders die Lage der Äcker und Wiesen, stammt aus dem Jahr 1690. In diesem Jahr verfaßt der Rodenberger Amtsschreiber eine umfangreiche Beschreibung des Amtes. Noch unter Hohnhorst verzeichnet er auch die Siedler, die Land "auf und vor den Reddinger Bruch beackern". Der Amtsschreiber nennt sie "Haußleute so Land Uf der Hast haben". In dem Amtsbuch werden 15 Hausbesitzer genannt die "auf der Hast" wohnen. 1732 wird von dem Amtmann Dolle aus Rodenberg ein Verzeichnis aller Hofbesitzer in den einzelnen Dörfern erstellt. Hier wird schon der Ort Haste erwähnt, 24 Hausbesitzer sind jetzt zu verzeichnen. Aus dem Jahr 1783 liegt erstmals eine genaue Beschreibung der Dorfschaft Haste vor.
Mit dem Bau der Eisenbahnlinien und der Fertigstellung des Bahnhofes waren die Voraussetzugen für weitere Ansiedlungen gegeben. Die Bahn wird der größte Arbeitgeber in Haste. 1909 bis 1912 wird der "Ems-Weser-Elbe Kanal", -erst später wirde er in Mittellandkanal umbenannt-, gebaut, Dieses erfordert eine große Anzahl von Arbeitskräften. Nach dem Ersten Weltkrieg stellt die Forstverwaltung für die Siedlungen Haste Nord (1920) genannt Ypern, Wilhelmsdorf (1924) und Waldfrieden (1928) Bauland zur Verfügung. Eine schwere Arbeit stand den Siedlern bevor, Bäume müssen gefällt und Stuken gerodet werden und das alles in Handarbeit. Aber auch im Ortskern stehen einige Bauplätze zur Verfügung. Die eigentliche Bautätigkeit setzt aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Die Vertriebenen und Flüchtlinge benötigen dringend Wohnraum. Bedingt durch die gute Bahnanbindung zu ihrem Arbeitsplatz, vorwiegend in die Landeshauptstadt Hannover, wird Haste zu einem bevorzugten Wohnort. Die Forst stellt wieder Bauland zur Verfügung und so kann mancher sein eigenes Heim bauen. In den späteren Jahren sind auch die Landwirte und Kleinbauern bereit ihr Ackerland zur Verfügung zu stellen. So entstehen zahlreiche Baugebiete und der Ort wächst in alle Richtungen. Am 22.09.1922 liefert das Versorgungsunternehmen Wesertal das erste Mal Strom nach Haste. Der Ort Haste ist weit über seine Grenzen hinaus bekannt durch das schwarze Reh, das im Haster Wald beheimatet ist.

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